Zwei-Jahres-Kampagne der TGSL „UN send a fact-finding mission to Tibet now!“

Die Kampagne wurde nach einer Umfrage in den Sektionen der TGSL an der Thümiversammlung beschlossen und mit einem Grossanlass mit ca. 500 Leuten am 30. Mai 2011 in Genf gestartet.

Mit dieser Kampagne fordert die TGSL die UNO auf, endlich eine unabhängige Untersuchungskommission nach Tibet zu entsenden, um vor Ort selbst die Missstände aufzudecken. Diese Forderung deckt sich auf mit der offiziellen Forderung der tibetischen Zentralverwaltung in Dharamsala.

Seit Mai 2011 veranstalten Sektionen der TGSL jeden Monat friedliche Proteste vor den UNO Gebäuden in Genf und haben in mehreren Memoranden an die Vereinten Nationen auf die dringendsten Tatbestände der dramatischen Situation in Tibet aufmerksam gemacht, wie die Unterdrückung der Religion, der freien Rede- und Meinungsäusserung und Bewegungsfreiheit, der Rechte der Frauen, weit verbreitete Folter, Zwangsumsiedlungen der tibetischen Nomaden, die Situation der politischen Gefangenen einschliesslich des Panchen Lamas, die Selbstverbrennungen, den kulturellen Völkermord und die Notwendigkeit eines Dialogs zwischen der chinesischen Regierung und den tibetischen Repräsentanten. Wie dramatisch die Situation sich zugespitzt hat, beweisen die mittlerweile 119 Selbstverbrennungen in Tibet.

Im heutigen Rückblick erklärte Herr Lobsang Gangshontsang, Präsident der TGSL, unter anderem, dass wenn auch nicht offensichtliche Resultate ersichtlich sind, unsere verschiedenen Aktionen in vieler Hinsicht Früchte tragen. Dank der unermüdlichen Bestrebungen seiner H.H. des 14. Dalai Lama, der tibetischen Zentralverwaltung in Dharamsala sowie der Unterstützung jedes einzelnen Tibeters, ist Tibet stets ein Diskussionsthema. Wir dürfen daher die Hoffnung nicht verlieren und er zählt weiterhin auf die Unterstützung jedes Einzelnen.

Vertreter der Tibeter Frauenorganisation, Verein Tibeter Jugend in Europa, Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft und das Tibet-Bureau beteiligten sich ebenfalls an der heutigen Aktion und hielten Ansprachen.
Zudem waren seitens schweizerische Politiker anwesend: Herr René Longet, Frau Marguerite Contat Hickel und ein Vertreter der Grünen Partei anstelle von Herrn Ueli Leuenberger. In ihren Reden lobten sie den friedlichen Kampf der Tibeter, brachten jedoch auch ihr Bedauern über die zurückhaltende und negative offizielle Haltung der Schweizer Regierung in bezug auf Tibet klar zum Ausdruck. Sie sagten weiterhin ihre volle Unterstützung zu und sie würden auch versuchen, weitere Tibetfreunde- und unterstützer zu finden.

Nebst dem Rückblick hat die TGSL heute in einem Memorandum Frau Navi Pillay, UN Hochkommissarin, für die klaren Worte der Besorgnis über die sich verschlechternde Situation in Tibet gedankt, fordert jedoch nun mit Nachdruck, dass ihren Worten Taten folgen müssen!

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