Tibeter wollen kein Freihandelsabkommen mit China

Deshalb setzen die Tibet-Organisationen* der Schweiz alles daran, dass der Ständerat im Frühling das Abkommen an den Bundesrat zurückweist. 

Die Schweizer Tibet-Organisationen sind über den Entscheid des Nationalrats zum Handelsabkommen mit China enttäuscht und verärgert. Stellvertretend für die Tausenden von Schweizer Unterstützern und in der Schweiz wohnhaften Tibetern sagt Migmar Raith, Sprecher der Tibet-Organisation: „Dieses Abkommen hat massive negative Folgen für Tibet. Es fördert einen Handel, der letztlich dazu führt, dass die Bodenschätze Tibets geplündert, die Umwelt vergiftet und die Nomaden aus ihrem angestammten Lebensraum vertrieben werden. 

Die Tibet-Organisationen in der Schweiz werden sich dafür einsetzen, dass dieses Abkommen kein Vorbild für weitere Abkommen mit China in Europa wird. Im Hinblick auf die Ständeratsdebatte werden sie nochmals alle Kräfte sammeln, um eine Korrektur dieses Entscheids zu erzielen, der grosse Nachteile für die Menschen und die Umwelt in Tibet nach sich zieht. 

Erst in dieser Frühlingsession fällt der definitive Entscheid darüber, ob die Menschenrechte und die Umwelt nicht doch noch ihren angemessenen Platz neben den wirtschaftlichen Interessen zu China finden. 

* Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft (GSTF), Verein Tibeter Jugend in Europa (VTJE), Tibetische Frauen-Organisation in der Schweiz (TFOS), Associazione Ticino-Tibet (ATT), Tibetergemeinschaft in der Schweiz und Liechtenstein (TGSL)

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