Tibeter in der Schweiz und in Liechtenstein fordern den UNHRC auf, China für die jahrzehntelange Unterdrückung in Tibet zur Rechenschaft zu ziehen

Genf, 24. September 2021: Tibeterinnen und Tibeter in der Schweiz & Liechtenstein haben am 24. September 2021 einen Friedensmarsch vom Büro des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte zum Büro des UN-Menschenrechtsrats durchgeführt, parallel zur laufenden 48.UNO  Menschenrechtsratssitzung.

Sie hielten die tibetische Nationalflagge und Plakate hoch und skandierten Slogans, um gegen die jahrzehntelange Unterdrückung durch die Kommunistische Partei Chinas in Tibet zu protestieren.

In seiner Ansprache an die Demonstranten äußerte sich der Vertreter des Genfer Tibet-Büros, Chhimey Rigzen, besorgt über die sich verschlechternde Lage in Tibet und rief die Tibeter dazu auf, sich gemeinsam gegen die von den chinesischen Behörden seit über sechs Jahrzehnten in Tibet verübten Gräueltaten zu wehren. Er forderte die Tibeterinnen und Tibeter auf, sich für eine größere Sache zusammenzuschließen und sich vor spaltenden, trivialen Themen zu hüten.

Uwe Meya, Vertreter der Gesellschaft des Schweizerisch-Tibetische Freundschaft,  Tsering Youdon Marsen, Präsidentin der Tibetische Frauenorganisation in der Schweiz und Tenzin Desel, Vorstandsmitglied der Europäischen Tibetischen Jugendvereinigung, sprachen ebenfalls zu den Anwesenden.

Alle Vertreter äußerten sich sehr besorgt über die anhaltende chinesische Verfolgung der Tibeter und die Zerstörung der tibetischen Kultur und Identität. Sie forderten die Vereinten Nationen und die internationale Gemeinschaft auf, gemeinsame Anstrengungen zu unternehmen, um China für die Verletzung aller Aspekte der Grundrechte der Tibeter und anderer Gruppen unter dem kommunistischen Regime Chinas zur Rechenschaft zu ziehen.

Später an diesem Tag traf der Präsidentin der tibetischen Gemeinschaft Schweiz& Liechtenstein, Karma Choekyi in Begleitung des UN Advocacy Officer des Tibet-Büros Kalden Tsomo den Vertreter des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte , überreichte das Appellschreiben der Gemeinschaft.

In dem an den UN-Hochkommissar für Menschenrechte gerichteten Appell äußerten die Mitglieder der Gemeinschaft ihre ernste Besorgnis über die Verschärfung der chinesischen Assimilationspolitik in Tibet, die Durchsetzung des obligatorischen Militärsommerlagers für tibetische Kinder, die Verschlechterung der Situation in Dza Wonpo, dem tibetischen Gebiet Karze, und die anhaltenden Verletzungen des Rechts auf Religionsfreiheit, einschließlich des anhaltenden Verschwindens des 11.Panchen Lama Gedhun Choekyi Nyima.

 

Nyima Arya

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