Tibet brennt! Bereits 90 Selbstverbrennungen - Solidaritätskundgebung in Zürich

Solidaritätskundgebung in Zürich

Die Zahl der Selbstverbrennungen in Tibet ist seit 2009 mittlerweile auf 90 gestiegen und ein Ende scheint leider unter den jetzigen Bedingungen nicht in Sicht. Der November allein verzeichnet mit 28 Selbstverbrennungen einen neuen traurigen Rekord. Die zunehmende Anzahl in immer kürzeren Zeitabständen und die Tendenz, dass die Selbstverbrennungsopfer immer jünger werden, ist erschreckend und alarmierend.

Am 26. November 2012 gingen etwa 1000 Tibetische Studenten in Osttibet (Chabcha) auf die Strassen, um gegen die politische Umerziehungspolitik der chinesischen Regierung zu demonstrieren.

Diese Entwicklungen bringen klar zum Ausdruck, dass die chinesische Tibetpolitik versagt hat und es für die Tibeter und Tibeterinnen in Tibet unerträglich ist, unter dieser Unterdrückungspolitik zu leben. In ihrer Hoffnungslosigkeit sehen sie leider oftmals keinen anderen Ausweg, als die qualvolle Selbstverbrennung, um die Weltöffentlichkeit auf die Missstände in Tibet aufmerksam zu machen. Ihre Forderungen sind: Die Rückkehr S.H. des 14. Dalai Lama nach Tibet und Freiheit für die Tibeter.

Die Kundgebung begann am Bürkliplatz mit einer kurzen Begrüssungsansprache durch den Vizepräsidenten der TGSL, Herrn Sampha Dhondup, gefolgt durch eine Schweigeminute für all die Selbstverbrennungsopfer in Tibet. Der Präsident der TGSL, Herr Lobsang Gangshontsang, informierte, dass man sich aufgrund der prekären Lage in Tibet für verschiedene und abwechselnde Aktionen, wie Solidaritätskundgebung/-marsch, Protestaktion direkt vor der chinesischen Botschaft oder Gebetsanlass im Kloster Rikon entschieden hat. Es folgten weitere Ansprachen durch Vertreter der GSTF, Mirap Sawa und Schweizer Parlamentarier (Frau Anna Stünzi – GP), bevor die Menge sich auf dem Solidaritätsmarsch zur chinesischen Botschaft begab. Dort wurden Gebete rezitiert unter der Leitung der Mönchsgemeinschaft Rikon, Slogans skandiert, die tibetische Nationalhymne gesungen und Vertreter des VTJE sowie der TFOS hielten ebenfalls Ansprachen. Während der ganzen Veranstaltung vor der Botschaft wurden auf einer Leinwand Bilder und Ausschnitte von Selbstverbrennungen sowie den Opfern gezeigt. Der Präsident der TGSL las in seiner Ansprache das Aufforderungsschreiben an die chinesische Botschaft vor und bedankte sich, wie andere Vertreter der verschiedenen Organisationen, für das zahlreiche Erscheinen und appellierte an alle für Einigkeit, Engagement und Unterstützung. 

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