Solidaritätsmarsch für Tibet zum chinesischen Konsulat in Zürich

Rund 150 Tibeter und Tibet-Unterstützende haben am Samstagnachmittag in Zürich an einem Solidaritätsmarsch zum chinesischen Konsulat teilgenommen.
Der Verein Tibeter Jugend in Europa (VTJE) fordert von China, die militärische Belagerung der Stadt Ngaba in der Provinz Sichuan sofort zu beenden, in der sich vor kurzem zwei junge tibetische Mönche aus Verzweiflung mit Benzin übergossen und selbst angezündet hatten.
Verlangt wird die Einhaltung der Religionsfreiheit und die Freilassung der beiden Mönche im Alter von 18 und 19 Jahren, die ihre Protestaktion überlebt haben.
Es sei erschreckend, dass junge Tibeter den Feuertod als einziges Mittel sehen, das Tibet-Problem aufs Tapet der Weltöffentlichkeit zu bringen, heisst es in einem Communiqué des VTJE. In diesem Jahr seien schon zwei Mönche an den Folgen solcher Protestaktionen gestorben.
Die Aktion der jungen Mönche im September bringe die unerträgliche Repression der chinesischen Herrschaft im Kloster Kirti bei Ngaba zum Ausdruck, wird VTJE-Präsidentin Norzin-Lhamo Dotschung in der Mitteilung zitiert. In einem Schreiben an Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey fordert der VTJE vom Bundesrat, sich über den Verbleib und den Gesundheitszustand der beiden Mönche zu erkundigen.
Die Zürcher Nationalrätin Marlies Bänziger zeigte sich am Samstag in ihrer Ansprache "sehr beschämt" über die Haltung der offiziellen Schweiz, die beispielsweise nicht bereit sei, den Dalai Lama, das geistige Oberhaupt der Tibeter, zu empfangen.
Das Verhalten auf Druck der wirtschaftlichen Potenz von China sei "duckmäuserisch und feige" und der humanitären Tradition der Schweiz unwürdig. Die grüne Politikerin forderte, dass der Bundesrat bei der Ausarbeitung des Freihandelsabkommens mit China eine Menschenrechtsklausel in das Vertragswerk einbaut. Bilder..

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