Seine Heiligkeit der Dalai Lama im Zürcher Hallenstadion

Zürich, 14. Oktober 2016Seine Heiligkeit der Dalai Lama im Zürcher HallenstadionAuf Einladung der Tibeter Gemeinschaft in der Schweiz und Liechtenstein (TGSL) unterwies seine Heiligkeit der 14. Dalai Lama die Öffentlichkeit in Texte des tibetischen Buddhismus.

Am Freitag, den 14. Oktober, pilgerten mehr als 9000 Besucher in das fast ausverkaufte Hallenstadion nach Zürich-Oerlikon. Wo normalerweise Konzerte und Sportanlässe stattfinden,wurden Unterweisungen in die buddhistischen Lehre ausgeführt. Nebst vielen tibetischen, nahmen auch zahlreiche westliche Anhänger am Anlass teil.

Mit der Lange-Lebe-Zeremonie „Tenshuk“ für Seine Heiligkeit wurde das Programm um 8.40 Uhr eröffnet. Trotz seinem hohen Alter befand sich Seine Heiligkeit in guter gesundheitlicher Verfassung. Die vielen Reisen in den letzten Tagen und Wochen waren im nicht anzumerken.

Nach Beendigung des „Tenshuk“ begann Seine Heiligkeit der Dalai Lama seine Unterweisungen aus folgenden klassischen Texten des Tibetischen Buddhismus:

  • - Juwelenkette von Nagarjuna
  • - Der Mittlere Text über die Stufen der Meditation von Kamalashila
  • - Die 37 Übungen der Bodhisattvas von ThokmaySangpo

Seine Erläuterungen aus oben genannten heiligen Schriften bezogen sich auf verschiedene Gebiete des Tibetischen Buddhismus. Seine Heiligkeit belegte seine Erläuterungen oft durch Begegnungen, welche er selbst mit Wissenschaftlern und Geistlichenerlebt hatte.

Die Texte, welche bis ins 7. Jahrhundert zurückdatieren und die Zeit der grossen Könige und die Verbreitung des Tibetischen Buddhismus in ganz Asien wiedergeben, seien ein Beleg dafür, wie einzigartig Tibet und ihre Kultur ist.

Seine Heiligkeit wies auf die Wichtigkeit der buddhistischen Lehre hin. Der Tibetische Buddhismus dient mit ihrer vollständigen Übersetzung der buddhistischen Texte allen Menschen. Dabei soll man die Lehre auch kritisch hinterfragen. Es wäre ein grosser Verlust, wenn die tibetische buddhistische Lehre der Vernunft nur in Klöstern praktiziert und studiert wird.

Aus dem Text Juwelenkette Nagarjuna erzählt Seine Heiligkeit der Dalai Lama, dass Buddha frei von allen Fehlern sei. Fehler stehen für Unwissenheit und negative Emotionen, welche durch Wissen und Erkenntnis zu beheben sind. Dies wiederum führt zur Befreiung vom Leiden und Mitgefühl zu allen Lebewesen. Gute Handlungen führen zu Glück, schlechte zu Unglück. Das ist die Basis der ethischen Lebensführung. Wer nicht unvoreingenommen ist, müsse durch die Sicht der Leerheit zur Sicht der Erkenntnis gelangen.

Generell sieht Seine Heiligkeit zuversichtlich in die Zukunft. Denn die Grundveranlagung des Menschen sei positiv und durch Mitgefühl geprägt, was Hoffnung gibt.Eine Schweizerin aus Baselland, welche bereits mehrmals an Unterweisungen teilnahm, erzählte im Interview, dass sie eine spezielle Atmosphäre im Dasein des Dalai Lamas verspüre.  Sie lerne bei jeder Teilnahme die buddhistische Lehre besser kennen. 

Ein grosses Dankeschön gilt an die vielen freiwilligen Helfer, mehrheitlich TGSL Mitglieder, welche diesen Grossanlass ermöglicht haben. TGSL Mitglied und ehemaliger Thümi Tsering Shawaaus Zürich-Oerlikon war ebenfalls als Helfer tätig war. Er betonte, dass er sich sehr glücklich schätze den Dalai Lama zu treffen. Es sei ein Privileg, welche die Tibeter in Tibet nicht haben. Obwohl als Helfer stets beansprucht, sprach er von einer positiven Art des Stresses.

Am Ende der Unterweisungen sprach Seine Heiligkeit der Dalai Lama seinen Dank an die Schweiz und ihrer Bevölkerungaus. Durch ihre Unterstützung haben viele Tibeter hier eine zweite Heimat gefunden.

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