20 Tibeter wegen Protests gegen Tunnelbau verhaftet

In der osttibetischen Ortschaft Pondha im Bezirk Dege wurden vor einer Woche bei einem massiven Einsatz der Bewaffneten Volkspolizei (PAP) 20 Tibeter verhaftet. Diese hatten gegen den Bau eines Tunnels im Rahmen eines Strassenbauprojekts protestiert.

Bereits im Mai letzten Jahres hatten sich die lokalen Bewohner gegen das Projekt gewandt, das zwei benachbarte Dörfer durch einen Strassentunnel verbinden sollte, weil sie Schäden an der Umwelt und an Gebäuden befürchteten. In der Tat sind jetzt mehrere Gebäude in der Nähe des Tunnel eingestürzt, und an anderen Häusern zeigen sich Risse. Erbost darüber, dass ihr Protest über sieben Monate ignoriert wurde, besetzten etwa 100 Tibeter die Baustelle und blockierten die Bauarbeiten, während sich andere zur Bezirksregierung von Dege begaben und forderten, diese müsse endlich ihre Bedenken Ernst nehmen.

Einen Tag später erschienen etwa 1‘000 Polizisten in Pondha, durchsuchten den gesamten Ort und nahmen 20 Tibeter mit, die als Anführer des Protests ausgemacht wurden. Über ihr Schicksal ist weiter nichts bekannt.

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