Demonstration vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf, Schweiz

Demonstration vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf, Schweiz

Genf: Die tibetische Gemeinschaft Schweiz &Liechtenstein organisierte am Freitag, den 18. September 2020, parallel zur laufenden 45. Sitzung des UNO-Menschenrechtsrats eine Demonstration vor dem Büro des UNO-Menschenrechtsrats in Genf, um die Aufmerksamkeit der Vereinten Nationen und der Mitgliedstaaten auf die sich verschlechternde Menschenrechtslage in Tibet zu lenken.

Nach strikter physischer Distanzierung und Sicherheitsnormen aufgrund der von Wuhan in China ausgelösten COVID-19-Pandemie versammelten sich Mitglieder der Gemeinschaft am Place des Nation, um gegen Chinas anhaltende Menschenrechtsverletzungen in Tibet zu protestieren.

Einschließlich der fünf tibetischen Friedensmarschierer Herr Tenam Phuntsok, Herr Pempa Tsering, Herr Tashi Namgyal, Herr Gelek Namgyal und Herr Lobsang Tsangmada nahmen etwa 150 Tibeter an der Demonstration teil.

Die Demonstration beginnt um etwa 11 Uhr mit der tibetischen Nationalhymne, gefolgt von einer Schweigeminute für die Märtyrer Tibets.

Tsamda Norbu, Präsident der tibetischen Gemeinschaft in der Schweiz &Liechtenstein, dankte in seiner Ansprache dem gesamten Teilnehmer dafür, dass er trotz der Pandemie COVID -19 mit voller Entschlossenheit und Begeisterung an der Demonstration teilgenommen hat.

Später sprach er auf Englisch und gab einen Überblick über die sich verschlechternde Menschenrechtssituation in Tibet und drückte seine tiefe Besorgnis über das Leiden der Tibeter unter der Grausamkeit und den repressiven Regeln Chinas aus. Offensichtlich hat die andauernde COVID-19-Pandemie die Welt allein aufgrund der unmenschlichen Prinzipien der Volksrepublik China in Schwierigkeiten gebracht. Die ganze Welt ist derzeit aufgrund der Pandemie unter Verschluss, doch Tibet ist seit seiner illegalen Besetzung durch das kommunistische China unter Verschluss.

Frau Karma Choekyi, Sektrionsleiterin (Thuemi), verlas den Appellbrief an das Büro des UN-Hochkommissars für Menschenrechte, in dem sie auf die sich verschlechternde Menschenrechtssituation in Tibet hinwies.

Herr Tenzin Wangdu, Sektionsleiter (Thuemi), verlas die Erklärung zur Pressemitteilung.

Herr Chimey Rigzen, Vertreter des Tibet-Büros Genf, würdigte die tibetische Gemeinschaft Zürich für die Organisation des Friedensmarsches und dankte allen Teilnehmern. Die Welt leidet derzeit enorm unter der COVID-19-Pandemie, und die Tibeter innerhalb Tibets sind mit einer doppelten Situation der Abriegelung konfrontiert. Er rief dazu auf, die Bemühungen der Vereinten Nationen um die Menschenrechte fortzusetzen.

Er hob auch hervor, dass das aus China stammende COVID-19 nicht nur auf der ganzen Welt Verwüstungen angerichtet hat, sondern auch die Situation der Tibeter innerhalb Tibets noch viel schlimmer gemacht hat. China fährt fort, die Tibeter zu unterdrücken, und seine Politik zielt auf die Sinisierung der tibetischen Jugend ab, indem es sie daran hindert, die tibetische Sprache zu erlernen und die tibetischen Buddhisten zu praktizieren, die wichtige Markenzeichen der tibetischen Kultur sind.

Herr Samdho Jampa, Mitglied des tibetischen Exilparlaments, erwähnte in seiner Ansprache den kürzlichen Tod von Herrn Nyima Tenzin, tibetischer Soldat in der indischen Armee. Er wurde von der chinesischen Armee getötet, als er in Grenzregionen in Ladakh, Indien, auf Patrouille war. Durch seinen Tod wurden die Medien über die Existenz des Bataillons der Special Frontier Force (SFF), auch bekannt als Establishment 22, einer Einheit von Tibetern unter der indischen Armee, informiert. Innerhalb der indischen Armee ist die tibetische Einheit unter dem Namen "Vikas-Bataillon" bekannt.

Weitere Redner bei dieser Gelegenheit waren Frau Norzom Jordenkhangsar (Vizepräsident der Schweizerischen Tibeterinnen-Vereinigung) und Dr. Uwe Meya, Medienbeauftragter der Schweizerisch-Tibetischen Freundschaftsvereinigung (GSTF).

Herr Tenam Phuntsok, Mitglied des Friedensmarsches, sprach ebenfalls zu der Versammlung und dankte allen Sektionsleitern und Tibetern für ihre Unterstützung während des Friedensmarsches vom 8. bis 18. September.

Herr Tsamdha Norbu und andere Würdenträger lobten den Friedensmarschteilnehmer und ehrten ihn mit einem traditionellen tibetischen Schal (Khatak).Die früheren Friedensmarschierer, die ähnliche Märsche und Fahrradkundgebungen durchgeführt hatten, wurden ebenfalls erwähnt und geehrt.

Der Präsident der Tibetergemeinschaft Schweiz-Liechtenstein, Tsamdha Norbu, in Begleitung von Tsering Norbu Wakar, Sektionsleiter (Thuemi) der Sektion Zürich, sowie die fünf Friedensmarschierer reichten Petitionen an Sèbastien Gillioz, Mitglied der Menschenrechtsorganisation, ein, die an das UNO-Büro des Hochkommissars für Menschenrechte gerichtet waren.

Tibeter, die Nationalflaggen trugen und unter anderem Slogans riefen, die "Menschenrechte in Tibet und die Freilassung aller politischen Gefangenen in Tibet" forderten, betonten die sich verschlechternde Menschenrechtssituation in Tibet. Sie forderten die UN-Mitgliedsstaaten und den UN-Hochkommissar für Menschenrechte auf, für Menschenrechtsverletzungen in Tibet zur Rechenschaft zu ziehen.

Die Veranstaltung endete erfolgreich mit der Rezitation von Dhentsik Monlamund Gyalwai Shaptenmit voller Hingabe.    

 

Nyima Arya

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