Tausende wohnen der Bestattung des 30. tibetischen Selbstverbrennungsopfers bei

Die Zentraltibetische Verwaltung (CTA) ist sehr besorgt über die zunehmenden Spannungen in Rebkong in Nordost-Tibet. Während der Bestattungsfeier eines tibetischen Bauern, der sich am 17. März selbst angezündet hatte, kam es zu gefährlichen Augenblicken zwischen den bewaffneten Sicherheitskräften und der Menge der Tibeter.

Sonam Dhargyal, ein 44jähriger Bauer, forderte laut die Rückkehr des Dalai Lama nach Tibet, ehe er sich am Morgen des 17. März auf der Hauptstraße in der Nähe des Gangri Hotels in Rebkong (chin. Tongren), TAP Malho (chin. Huangnan), in Brand setzte.

In den letzten Jahren soll er wiederholt gesagt haben: „Die Rückkehr Seiner Heiligkeit des Dalai Lama nach Tibet ist von größter Wichtigkeit, nur dann kann das Tibet-Problem gelöst werden“.

Nach den Berichten erlag er seinen Brandverletzungen auf der Stelle. „Tibeter, die in der Nähe waren, versuchten die Flammen zu löschen, aber der Tod trat wegen des vielen Kerosins, das er getrunken hatte, sehr schnell ein“.

„Er hatte Watte um seinen Körper geschlungen und mit Stacheldraht befestigt. Daher konnte das Feuer nicht gelöscht werden, und es gab keine Chance ihn zu retten“, sagte Dorjee Wangchuk, ein Sprecher der Rebkong Gemeinschaft in Dharamsala.

Während er brannte, rief Sonam Dhargyal Slogans, mit denen er ein Ende der chinesischen Herrschaft in den tibetischen Gebieten, die Rückkehr des Dalai Lama und das Recht der Tibeter auf ihre eigene Sprache forderte.

“Ehe er zu seiner Tat schritt, begab er sich in ein tibetisches Gästehaus, wusch sich und warf sich vor einem Portrait des Dalai Lama nieder”. Sein toter Köper wurde ins Kloster Rongpo gebracht. Später strömte eine Riesenmenge von über 7.000 Personen, viele davon aus den Nachbargebieten, zu seiner Bestattungszeremonie auf dem Dölma Platz vor dem Kloster Rongpo zusammen.

Bald darauf trafen ganze LKW-Kolonnen voller bewaffneter Polizei und paramilitärischer Kräfte ein, die die trauenden Tibeter umstellten. Da sie diesen gegenüber in der Minderzahl waren, wichen sie etwas zurück, blieben jedoch in der Nähe des Klosters. Die Totenrituale für den Verstorbenen werden nun im Kloster fortgesetzt.

Sonam Dhargyal war ein enger Freund von Jamyang Palden, dem Mönch des Klosters Rongpo, der sich am 16. März angezündet hatte. Dieser wird in seinem Zimmer im Kloster medizinisch versorgt. Heute verschlechterte sich sein Zustand jedoch, da das zentrale Nervensystem auf die Medikation nicht mehr reagierte.

Die allgemeine Lage in Rebkong ist seit einigen Monaten infolge der heftigen Repression sowohl der monastischen als auch der Laien-Gemeinschaft ausgesprochen angespannt. Zahlreiche Kader sind in der ganzen Region stationiert, besonders in den Klöstern und Schulen, um das friedliche Aufbegehren der Tibeter zu unterbinden. Lokale Angestellte des Staates und Schüler wurden von höherer Stelle gewarnt, daß sie ihres Dienstes enthoben, bzw. von der Schule verwiesen würden, sollte es zu Demonstrationen kommen. Die Bewegungsfreiheit und das Recht der Tibeter, sich zu versammeln, sind drastisch eingeschränkt worden.

Die CTA macht sich angesichts der provokativen Maßnahmen der Behörden und Sicherheitskräfte große Sorgen um das Wohlergeben der Tibeter in Rebkong. „Wir hoffen, daß die Behörden in Qinghai mit seinem großen tibetischen Bevölkerungsanteil diesen Protesten nicht mit grober Gewalt begegnen, wie wir es in andern Teilen Sichuans gesehen haben“, sagte Dicki Chhoyang, Kalon der Abteilung für Information und Internationale Beziehungen der CTA.

Die CTA wiederholt ihren Aufruf an die chinesische Führung, ihre repressive Politik einzustellen und die anhaltenden Probleme der Tibeter durch einen friedlichen Dialog zu lösen.

Seit 2009 setzten sich bisher in einem feurigen Schrei nach Freiheit und dem Wunsch nach der Rückkehr des Dalai Lama in sein Heimatland 30 Tibeter in Flammen. Allein 17 dieser Vorfälle ereigneten sich dieses Jahr.

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