Chinas Propagandachef fordert Intensivierung des Kampfes gegen Separatismus in Tibet

In Tibet muß der Kampf gegen den Separatismus intensiviert werden, erklärte ein Spitzenfunktionär der Chinesischen Kommunistischen Partei. Er ermahnte die Behörden in Tibet, hart gegen Tibeter vorzugehen, die sich separatistisch betätigen.

Li Changchun, der Propagandachef Chinas, der in der Hierarchie der KP an fünfter Stelle steht, forderte solches während einer Inspektionstour in Lhasa. Wie von People’s Daily berichtet, besuchte er auch den Jokhang, den zentralen Tempel des tibetischen Buddhismus.

„Ethnische Einheit, soziale Harmonie und Stabilität sind für Tibet eine lebenswichtige Angelegenheit“, sagte er. Die Erziehung zu ethnischer Einheit und der Kampf gegen den Separatismus müssen verstärkt werden, fügte er hinzu. Xinhua zufolge befand er sich auf einer fünftägigen Reise durch Kongpo (chin. Nyingchi) und Lhasa.

“Zhu Weiqun, der bisher Chef der Einheitsfrontabteilung der KP war, machte kürzlich den dreisten Vorschlag, jede Erwähnung der Nationalität aus den Personalausweisen, die alle chinesischen Bürger mit sich tragen und häufig vorzeigen müssen, zu tilgen. Dieser jüngste Vorstoß, die tibetische Identität als eine Kategorie im rechtlichen Sinne auszulöschen, hat seinen tieferen Grund. Er fügt sich nahtlos ein in den Zusammenhang einer stetigen, wohlüberlegten Doppelstrategie, die eine über 20jährige Geschichte hat“, kommentierte Prof. Gabriel Lafitte, ein australischer Tibet-Experte.

Li betonte die ethnische Einheit und kulturelle Entwicklung in der Autonomen Region Tibet und sagte, wie wichtig der Aufbau einer „ideologischen Basis“ für den Kampf gegen die Abspaltung und die Wahrung der Stabilität sei. Auch im Potala Palast, dem einstigen Sitz des Dalai Lama, sang Li ein Loblied auf die nationale Vereinigung und ethnische Einheit.

Und in dem historischen Jokhang-Tempel machte Li dem Kloster eine Spende und ermutigte dessen Mönche, patriotisch und fromm zu sein und ihren Beitrag zu der ethnischen Einheit und der ethnischen kulturellen Entwicklung zu leisten. Außerdem besuchte er die Zentrale von Tibet Daily und warf einen Blick auf die Nachrichten-Website. Er belehrte die Berichterstatter, sie sollten „der ganzen Welt das wahre im Wandel begriffene Tibet vorstellen“.

Hierzu meinte Nyima, ein Tibet-Analyst: „Derselbe totalitäre Staat China hat über 1,3 Millionen Tibeter getötet und über 6.000 Klöster zerstört, darunter auch den altehrwürdigen Jokhang Tempel. Es überrascht nicht, daß KPC-Funktionäre dem besetzten Gebiet einen Besuch abstatten, aber Peking zeigt hier wieder das doppelte Gesicht derselben alten Partei, die nach 1966 zu ihren zerstörerischen Feldzügen in Tibet auszog, um die „Vier Alten“ - alte Denkweisen, alte Kulturen, alte Gewohnheiten und alte Sitten - auszurotten“.

„In den vergangenen 60 Jahren gaben die Chinesen vor, Tibet zu modernisieren. Jedes Mittel war ihnen dabei recht, um die Welt zum Narren zu halten, aber wenn wir die Entwicklung der vergangenen 60 Jahre genauer anschauen, einschließlich der ‚Westlichen Entwicklungsstrategie’, dann gereicht das meiste an diesem wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt nur den Han-Chinesen zum Nutzen und ermutigt sie zur Niederlassung in Tibet“.

Tibet sollte die Gelegenheit ergreifen, um die ‚Westliche Entwicklungsstrategie’ umzusetzen, und innovative Anstrengungen unternehmen, um der Region zu einer sprunghaften Entwicklung zu verhelfen, wird Li weiter zitiert.

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